SEPA – Euro-Zahlungsverkehrsraum
Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum – SEPA (Single Euro Payments Area)
Der Euro-Zahlungsverkehr wird Realität
Europa ist im stetigen Wandel. Ländergrenzen verlieren immer mehr an Bedeutung – Unternehmen und Konsumenten können Waren und Dienstleistungen heute in ganz Europa erwerben. Diese Entwicklung wird durch die schrittweise Standardisierung der in Europa existierenden Bezahlverfahren beschleunigt.
Die Vorteile von SEPA im Überblick:
- Nur ein Konto für alle Zahlungen europaweit nötig
- Einfach, schnell und sicher überweisen innerhalb Europas
- Verbesserter Schutz vor unberechtigten Kontobelastungen
An der Single Euro Payments Area nehmen 31 Länder teil – die 16 Euro-Länder, die 14 Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz.
Eins für alles
Egal ob Sie die Miete für Ihr Ferienhaus auf Rügen oder für das an der Mittelmeerküste überweisen möchten, oder ob Sie als Firmenkunde fällige Rechnungsbeträge Ihrer Kunden in Hamburg oder Mailand einziehen möchten: Mit den SEPA-Produkten Ihrer Volksbank Plochingen eG ist das kein Problem.
Bessere Liquiditätsplanung
Mit der Einführung eines Fälligkeitsdatums bei Lastschriften verbessern Sie Ihre Liquiditätsplanung – so wissen Sie zukünftig genau, an welchem Tag die Belastung Ihres Kontos erfolgt.
Bitte beachten Sie, dass Zahlungsempfänger, die die SEPA-Lastschrift nutzen, das neue SEPA-Mandat von Ihnen benötigen. Dies gilt auch, wenn Sie dem Zahlungsempfänger bereits eine Einzugsermächtigung für das deutsche Lastschriftverfahren erteilt haben.
Mehr Sicherheit
Durch die Erneuerungspflicht des SEPA-Lastschriftmandats sowie einer Gläubiger-ID für alle Institution, die Lastschriften einziehen möchten, sind Sie noch besser vor unberechtigten Kontobelastungen geschützt.
Mehr Akzeptanz
Kartenzahlungen im Binnenmarkt
Bank-Karten sind mit SEPA im Binnenmarkt noch breiter einsetzbar. Dies gilt insbesondere für die VR-BankCard, Ihrem Schlüssel zum Konto. Das sogenannte „SEPA Cards Framework“ definiert generelle Anforderungen an Karten-Systeme, die das Bezahlen in Europa weiter vereinfachen. Die VR-BankCard und das deutsche „electronic cash“-System erfüllen bereits diese Anforderungen. Für Kartenzahlungen gelten auf Basis der Chip-Technologie somit europaweit einheitliche Standards. So werden Sie in Zukunft immer weniger Bargeld mit sich führen müssen.
Die SEPA-Überweisung
Ein Formular – grenzenloses Überweisen
Die SEPA-Überweisung ist das neue Instrument für Euro-Überweisungen im Zahlungsverkehr. Sie kann sowohl für inländische als auch für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der SEPA-Teilnehmerländer ohne Betragsgrenze genutzt werden.
Die wichtigsten Neuerungen:
- Verwendung von IBAN und BIC
- Europaweite Gutschrift in der Regel innerhalb weniger Tage
Statt der bislang in Deutschland verwendeten Kontonummer und Bankleitzahl kommen bei der SEPA-Überweisung die IBAN (International Bank Account Number / Internationale Kontonummer) und der BIC (Bank Identifier Code / Internationale Bankleitzahl) zum Einsatz, um den Zahlungsempfänger eindeutig zu identifizieren.
Noch ein Tipp! Sie finden Ihre IBAN und BIC auch auf Ihrem Kontoauszug.
Fragen Sie uns
Für weitere Information sprechen Sie uns an. Unsere Mitarbeiter werden Sie gerne genauer informieren und zu den aktuellen Entwicklungen beraten.
Historie / Umsetzung
Gemeinsamer Binnenmarkt
Die Schaffung des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes (SEPA – Single Euro Payments Area) ist Teil der Umsetzung des Binnenmarktes seit 1992. Im Folgenden wurde während einer Tagung des Europäischen Rates am 23./24. März 2000 in Lissabon beschlossen, die EU mit der „Lissabon-Agenda“ bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“.
Rechtlicher Rahmen für €uro-Lastschriften geht am 31.10.2009 in Kraft
Der vollumfängliche Einsatz wird ab 31.10.2009 nach der Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie in das jeweilige nationale Recht möglich sein.
Nationale Verfahren existieren zunächst weiter
Die neuen Zahlungsinstrumente für den europäischen Binnenmarkt werden zunächst zusätzlich zu den nationalen Verfahren angeboten. Bei inländischen Zahlungen können Sie deshalb seit 2008 zwischen nationalen und europäischen Verfahren wählen.
Die wichtigsten Begriffe im Überblick
- BIC
- Der BIC („Bank Identifier Code“) ist der international standardisierte Bank-Code, vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland. Mit dem BIC, oft auch als SWIFT-Code bezeichnet, können weltweit Kreditinstitute eindeutig identifiziert werden. Für Überweisungen ins Ausland erhalten Sie die IBAN (siehe unten) und den BIC vom ausländischen Zahlungsempfänger oder Geschäftspartner.
Wenn Sie eine Zahlung aus dem Ausland erwarten, geben Sie Ihre persönliche IBAN und den BIC Ihrer Bank zum Beispiel auf dem Briefbogen oder auf Ihrer Rechnung an. IBAN und BIC finden Sie auf Ihrem Kontoauszug.
- EPC
- Der EPC („European Payments Council“), frei übersetzt: „Europäischer Zahlungsverkehrs-Ausschuss“, ist das von der europäischen Kreditwirtschaft gegründete Gremium, dass die einheitlichen Standards für SEPA entwickelt. Der EPC ist das europäische Pendant zum Zentralen Kreditausschuss (ZKA) in Deutschland.
- EU
- Die Europäische Union besteht derzeit aus 27 Mitgliedsstaaten. Bis heute haben 16 EU-Mitgliedsstaaten den Euro als Währung eingeführt.
- EWR
- EWR steht für „Europäischer Wirtschaftsraum“. Dazu gehören die 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.
- IBAN
- Die IBAN („International Bank Account Number“) ist die internationale Bank-Kontonummer. Die IBAN besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einer national festgelegten Komponente. Diese ist für Deutschland die Bankleitzahl und die Kontonummer. Die IBAN besteht aus maximal 34 alphanumerischen Zeichen. Die Länge der IBAN ist je nach Land unterschiedlich. In Deutschland besteht die IBAN aus insgesamt 22 Buchstaben und Ziffern. Bei Überweisungen ins Ausland geben Sie auf dem Überweisungs-Träger oder im Online-Banking Ihre IBAN an statt Ihrer Kontonummer.
- SEPA
- Der Kürzel SEPA („Single Euro Payments Area“) bezeichnet das Projekt eines europaweit einheitlichen Zahlungsraums, in dem die neuen Standards seit Anfang 2008 nach und nach eingeführt werden. 31 Länder nehmen an SEPA teil. Dazu gehören neben den Mitgliedern der Europäischen Union auch die 3 Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und die Schweiz.
- SEPA Cards Framework
- Im SEPA Cards Framework („Rahmenwerk für Kartenzahlungen“) definiert der European Payments Council (siehe EPC) Mindestanforderungen für die SEPA-Fähigkeit der betreffenden Zahlungssysteme und Zahlungskarten.
- SWIFT
- Die SWIFT ist die „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications“. Die Gesellschaft regelt den internationalen Datenaustausch zwischen Banken. Sie betreibt ein weltweites Leitungsnetz und definiert Nachrichten-Standards. Jede teilnehmende Bank bekommt eine eindeutige Kennung: den BIC.